Wir sagen Nein zur Ausbildungsabgabe – Petition unterschreiben!!!

Das Handwerk leidet besonders unter mangelndem Fachkräftenachwuchs und sucht häufig vergeblich nach geeigneten Azubis. Geht es nach dem Bremer Senat, sollen die Betriebe in Bremerhaven und Bremen künftig noch zusätzlich zur Kasse gebeten werden. Gemeinsam mit vielen anderen Verbänden aus dem Land Bremen wehren wir uns für unsere Innungsmitglieder und Handwerksbetriebe gegen das geplante Gesetz und brauchen eure Unterstützung und Unterschrift unter die Petition. 

Hier findet ihr sie: https://www.change.org/p/ja-zu-besserer-bildung-nein-zur-ausbildungsabgabe?utm_source=share_petition&utm_medium=custom_url&recruited_by_id=caafbf70-ac50-11ed-a612-0765bc7301fe

Hintergrund zum Thema:

Der Bremer Senat will Betriebe und Unternehmen in Bremerhaven und Bremen mit einer neuen Abgabe belasten. Alle sollen künftig bis zu 0,3 Prozent ihrer jährlichen Bruttolohnsumme in einen Fonds an die Landeskasse einzahlen müssen. Aus diesem Fonds soll die betriebliche Ausbildung gefördert werden. Bei diesen Planungen lässt der Senat allerdings die Realität auf dem Ausbildungsmarkt mit seinem inzwischen gravierenden Mangel an jungen Bewerbern völlig außer Betracht. Der Senat schafft stattdessen eine weitere staatliche Abgabe, erhöht die Kosten insbesondere auch für kleine und mittelständische Unternehmen und schafft noch mehr Bürokratie. Das wollen wir verhindern!

Unternehmen in Bremen und Bremerhaven bilden bereits überdurchschnittlich aus! Aktuell sind rund 16.000 junge Menschen im Land Bremen in einer betrieblichen Ausbildung. Zum vergangenen Ausbildungsjahr gab es etwa 1.000 mehr ausgeschriebene Ausbildungsstellen als gemeldete Bewerber. Viele Betriebe können gar nicht ausbilden, weil sie keine geeigneten Bewerberinnen und Bewerber finden. Und dies in einer Situation, in der das Land Bremen seit Jahren Letzter in Bildungsrankings ist und jährlich etwa 600 Schülerinnen und Schüler die Schulen ohne Abschluss verlassen. Ein Fonds schafft keine neuen Ausbildungsplätze und bringt auch nicht mehr Jugendliche in die betriebliche Ausbildung. Aufgabe des Senats wäre es, die tatsächlichen Ursachen für die Situation auf dem Ausbildungsmarkt anzupacken. Nämlich die Qualität der Schulen endlich spürbar zu verbessern und dafür zu sorgen, dass weniger Schüler die Schulen ohne Abschluss verlassen.

Da dies aktuell nicht der Fall ist, übernehmen Betriebe intensive Anstrengungen, um ihre offenen Ausbildungsstellen überhaupt besetzen zu können. Das reicht von individueller Unterstützung in Kernkompetenzen wie Deutsch und Mathematik über Sprachkurse bis hin zu Fahrtkostenzuschüssen. Trotz aller Bemühungen bleiben Ausbildungsplätze unbesetzt oder Betriebe resignieren, weil sie sich den Aufwand nicht regelmäßig leisten können. In dieser Situation sollen sie nun noch mit einer Zwangsabgabe belastet werden.

Wir bieten seit langem einen Pakt für bessere Berufsorientierung an und fordern deswegen die Bremische Bürgerschaft auf, den vom Senat vorgelegten Gesetzentwurf zur Errichtung eines Ausbildungsfonds nicht zu beschließen. Stattdessen soll die Qualität der Schulen endlich spürbar verbessert werden. Das sichert den Weg zu mehr Ausbildung!

Mehr erfahren: https://nein-zur-ausbildungsabgabe.de/