Projekte für Flüchtlinge

Die Integration von Flüchtlingen ist für das Handwerk Herausforderung und Chance zugleich. Die InCoTrain GmbH im Bremerhavener Haus des Handwerks hat mittlerweile viele Erfahrungen bei der Qualifikation junger Zugewanderter gesammelt, unter anderem bei dem Projekt „Perspektiven für junge Flüchtlinge im Handwerk (PerjuF-H)“ und der „Beruflichen Grundqualifizierung für Zugewanderte“. Jetzt startet ein neuer Durchgang der „Berufsorientierung für Flüchtlinge (BOF)“.

Im Rahmen des Programms, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, bekommen junge Flüchtlinge rund ein halbes Jahr lang vertiefte Einblicke in bis zu drei Ausbildungsberufe. Damit haben sie die Möglichkeit, eine realistische Vorstellung vom Beruf, der Ausbildung und Ihren eigenen Kenntnissen und Fertigkeiten zu gewinnen.

Ziel des Programms ist es, die Teilnehmer gezielt auf eine duale Ausbildung vorzubereiten. Dazu gehört auch Sprach- und Mathematikunterricht. Neben der Tätigkeit in den Ausbildungswerkstätten des Hauses des Handwerks bekommen die Geflüchteten im Rahmen von Unternehmens-Praktika Einblicke in ihren Wunschberuf, lernen die betrieblichen Abläufe kennen und können sich für eine Ausbildung oder eine Einstiegsqualifizierung empfehlen.

Weitere Infos in unserer Broschüre sowie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Die Initiative „Wege in die Ausbildung für Flüchtlinge“ unterstützt junge Menschen, die nicht mehr vollzeitschulpflichtig sind, auf einem Weg in die handwerkliche Ausbildung. Infos dazu finden Sie hier>>>

Perspektiven für junge Flüchtlinge im Handwerk
(PerjuF-H)

 

Im Rahmen der vier- bis sechsmonatigen Maßnahme lernten junge Flüchtlinge bis 25 Jahre verschiedene Handwerke kennen um einen Ausbildungsplatz für sich zu finden.

Ziel war es, junge Menschen Orientierung im deutschen Ausbildungs- und Beschäftigungssystem zu geben. Dabei wurden das deutsche duale Ausbildungsmodell und die Bandbreite der Handwerksberufe vorgestellt.

In der Einstiegsphase wurden die Stärken, Vorkenntnisse und Wünsche der Teilnehmer erfasst. Für jeweils eine Woche lernten sie die Materialien und Arbeitsbereiche Holz, Metall und Farbe kennen. In ein oder zwei Vertiefungsphasen besuchten sie für vier Wochen eine der Fachwerkstätten im Haus. In zwei Betriebsphasen lernten die Teilnehmer dann ihr Handwerk und die deutsche Arbeitswelt kennen. Dazu erhielten Sie Hilfe bei Behördengängen, Integration in die deutsche Umwelt, Bewerbungstrainings und begleitenden Sprachunterricht.

Diese Maßnahme wurde vom Jobcenter und der Agentur für Arbeit unterstützt und gefördert.

Berufsorientierung für Flüchtlinge (BOF)

Durch das Programm erhalten junge Flüchtlinge in 13 Wochen lang vertiefende Einblicke in bis zu drei Ausbildungsberufe des Handwerks. Sie bekommen die Möglichkeit eine realistische Vorstellung vom Beruf, der Ausbildung und Ihren eigenen Kenntnissen und Fertigkeiten zu gewinnen.

Innerhalb von neun Wochen erhalten sie in verschiedenen Werkstätten Einblicke in berufsbezogene Techniken, Strategien und Fähigkeiten. Sie werden gezielt auf die duale Ausbildung vorbereitet und erhalten dazu umfangreichen Sprachunterricht.

In den vier Wochen der Betriebsphase bekommen die Teilnehmenden in einem Handwerksunternehmen Einblicke in ihren Wunschberuf und lernen die betrieblichen Abläufe sowie den Kundenkontakt kennen.

Weitere Infos in unserer Kurzbroschüre sowie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Die Initiative „Wege in die Ausbildung für Flüchtlinge“ unterstützt junge Menschen, die nicht mehr vollzeitschulpflichtig sind, auf einem Weg in die handwerkliche Ausbildung. Infos dazu finden Sie hier>>>

Berufliche Grundqualifizierung für Zugewanderte

In der sechsmonatigen Maßnahme sollen die Teilnehmenden eine erste Orientierung auf dem deutschen Arbeitsmarkt gewinnen. In Kooperation mit der DEKRA Akademie und der bfw – Unternehmen für Bildung wird eine Grundorientierung über die Berufsbildung und den Arbeitsmarkt in Deutschland geboten. Angesprochen sind zugewanderte Kunden des Jobcenters mit Interesse an Handwerksberufen und ggf. entsprechender Berufserfahrung.

Bei der InCoTrain sollen in 24 bis 28 Wochen im Modul Bauhandwerk die Gewerke Maurer, Zimmerer und Tischler ausgeübt werden, um Teilnehmende mit entsprechender Erfahrung auf die deutsche Arbeitswelt vorzubereiten. Dabei geht es einerseits darum, die Vorerfahrung der Teilnehmenden zu erfassen und den Kenntnisstand mit dem deutschen Ausbildungswesen abzugleichen. Andererseits sollen Defizite in Bezug auf theoretische Kenntnisse, Qualifikationen, Arbeitsrecht und Arbeitspraxis festgestellt und gezielt angegangen werden. Nach Möglichkeit steht am Ende der Maßnahme die Vermittlung in eine Ausbildung, ein Praktikum oder in Arbeit.

Einen hohen Stellenwert nimmt in dieser Maßnahme der Sprachunterricht ein, der gezielt das Arbeitsumfeld der Teilnehmenden berücksichtigt. 

Diese Maßnahme wird vom Jobcenter und der Agentur für Arbeit unterstützt und gefördert.

Infos zu einem bereits durchgeführten Projekt finden Sie hier>>>

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